Kostenloses Laden von Elektroautos? Gibt es überhaupt irgendwelche Optionen?

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Wo kann ich mein Elektroauto kostenlos aufladen? Und kann ich mein Elektroauto zu Hause kostenlos aufladen? Finden Sie heraus, wie. In diesem Artikel finden Sie eine interaktive Karte.

Wie ist die Situation in Deutschland?

Das kostenlose Aufladen von Elektroautos ist in Deutschland nach wie vor möglich, allerdings hauptsächlich an ausgewählten Standorten:

  • Einkaufszentren und Supermärkte – zum Beispiel Lidl, Aldi, Kaufland oder IKEA – bieten Kunden, die bei ihnen einkaufen, oft kostenloses Laden an. Das Aufladen ist oft zeitlich begrenzt (z. B. auf 1 Stunde) und erfordert oft eine Kundenkarte oder eine App der Kette.
  • Hotels und Restaurants – einige Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe bieten ihren Gästen kostenloses Laden als zusätzlichen Service an.
  • Städtische Initiativen und Gemeinden – in kleineren Städten und Gemeinden gibt es manchmal Ladestationen, die von lokalen Behörden oder Gemeindeprojekten betrieben werden und kostenlos zur Verfügung stehen.
  • Arbeitgeber – Größere Unternehmen in Deutschland bieten ihren Mitarbeitern oft die Möglichkeit, ihre E-Fahrzeuge auf dem Firmengelände zu laden, entweder kostenlos oder zu einem vergünstigten Preis.

Wie in der Tschechischen Republik ist auch in Deutschland ein Trend weg vom kostenlosen Laden zu beobachten. Grund dafür sind die steigenden Betriebskosten und die zunehmende Anzahl von E-Fahrzeugen auf den Straßen. Die meisten öffentlichen Ladestationen sind bereits gebührenpflichtig. Betreiber wie EnBW, Ionity, Allego und E.ON Drive bieten unterschiedliche Tarife und Preismodelle an.

Es sollte jedoch beachtet werden, dass einige dieser Ladestationen aufgrund von Missbrauch durch einige Nutzer kostenpflichtig oder eingeschränkt sein können. So haben beispielsweise einige Einzelhändler in Deutschland das kostenlose Laden aufgrund von Missbrauch des Dienstes eingestellt.

Insgesamt ist das kostenlose Laden in Deutschland immer noch möglich, aber es ist ratsam, sich vorher bei den einzelnen Anbietern über die aktuellen Bedingungen und eventuelle Einschränkungen zu informieren

Kostenloses Laden durch Photovoltaikanlagen

Wo kann man nach kostenlosem Laden suchen?

Mit der mobilen App können Sie kostenlose oder kostengünstige Ladestationen in Deutschland finden:

  • PlugShare
  • Chargemap
  • Moovility
  • Nächster Stecker

Diese Apps zeigen Ladepunkte in der Nähe an, einschließlich Informationen über Verfügbarkeit, Preis, Steckertyp und eventuelle Bedingungen.

Rechnen Sie nicht mit kostenlosem Laden in der Zukunft

Die Möglichkeit, Elektroautos kostenlos aufzuladen, gibt es in Deutschland zwar noch, aber sie wird immer seltener. Bis vor kurzem boten einige Supermärkte und Einkaufszentren ihren Kunden kostenloses Laden an, meist mit einer zeitlichen Begrenzung (z.B. 60 Minuten). Heute sind jedoch viele dieser Ladestationen auf einen kostenpflichtigen Modus umgestellt worden, oft aufgrund von Missbrauch durch Autofahrer oder steigenden Kosten.

Einige Supermarktketten, wie Lidl oder Aldi, ermöglichen nach wie vor das kostenlose Aufladen, allerdings meist nur über ihre eigene App und für eine begrenzte Zeit. Auch IKEA und Kaufland haben an einigen Standorten kostenlose Ladestationen.

Fotovoltaikanlagen bieten kostenloses Laden

Das kostenlose Aufladen Ihres Elektroautos zu Hause mit einer Photovoltaikanlage (PVP) ist möglich, wenn Sie Sonnenkollektoren zur Stromerzeugung verwenden. Diese Art des Aufladens bietet ein hohes Maß an Unabhängigkeit von den Stromversorgern, erfordert aber eine Anfangsinvestition und eine sorgfältige Planung. Hier erfahren Sie, wie das ganze System funktioniert und was zu beachten ist

Wie funktioniert die Photovoltaik beim Laden eines Elektroautos?

  1. Solarmodule und Wechselrichter:
    • Die Solarmodule auf dem Dach des Hauses wandeln die Sonnenenergie in Gleichstrom (DC) um. Dieser Strom wird dann von einem Wechselrichter in Wechselstrom (AC) umgewandelt, der für Haushaltsgeräte und Ladestationen für Elektroautos verwendet wird.
    • Überschüssige Energie, die derzeit nicht im Haushalt verbraucht wird, kann entweder in einem Batteriespeicher gespeichert oder direkt zum Aufladen des Elektrofahrzeugs verwendet werden.
  2. EV-Ladung:
    • Das Elektrofahrzeug ist in der Regel an eine Heimladestation (Wallbox) angeschlossen, die den Ladevorgang steuert und so programmiert werden kann, dass sie in erster Linie die von den Photovoltaikmodulen erzeugte Energie nutzt.
    • Je nach Größe und Leistung der PV-Anlage kann der Ladevorgang an sonnigen Tagen vollständig durch Sonnenenergie abgedeckt werden, was bedeutet, dass Sie nicht für den Strom bezahlen müssen.
  3. Batteriespeicher:
    • Durch die Installation eines Batteriespeichers kann überschüssige Energie aus der Photovoltaikanlage gespeichert werden, die dann genutzt werden kann, wenn die Sonne nicht scheint (z. B. am Abend oder in der Nacht).
    • Das bedeutet, dass Sie Ihr Elektroauto außerhalb der Stunden aufladen können, in denen die Sonne am stärksten scheint, und so die Nutzung der von Ihnen erzeugten Energie maximieren können.

Was müssen Sie beachten?

  1. Die Anfangsinvestition:
    • Die Installation einer PV-Anlage ist kostspielig, insbesondere wenn sie Batteriespeicher und eine Wallbox umfasst.
    • Die Rentabilität der Investition hängt vom Strompreis, dem Haushaltsverbrauch, der Batteriekapazität und anderen Faktoren ab. Sie liegt in der Regel zwischen 8 und 15 Jahren.
  2. Systemgröße und Strombedarf:
    • Die Größe der Solarstromanlage muss auf den Verbrauch im Haushalt und den Bedarf des Elektrofahrzeugs abgestimmt sein. Für das Laden eines Elektrofahrzeugs ist eine leistungsstärkere Anlage ratsam, die auch den Verbrauch des Fahrzeugs decken kann.
    • Bei der Planung müssen Sie berücksichtigen, wie viele Kilometer Sie täglich fahren und wie viel Energie Sie zum Aufladen benötigen. So können Sie abschätzen, wie viel Energie die Solarmodule erzeugen müssen.
  3. Wirkungsgrad und Standort der Module:
    • Die Leistung von Solarmodulen hängt von der Ausrichtung und Neigung des Daches sowie von der geografischen Lage des Hauses ab. In Deutschland ist die ideale Ausrichtung der Module nach Süden und die Neigung beträgt etwa 30-35 Grad.
    • Sonnige Tage im Sommer sorgen für die höchste Produktion, während in den Wintermonaten die Energieproduktion geringer sein kann, so dass eine Aufladung aus dem Stromnetz erforderlich sein kann.
  4. Integration mit intelligenter Steuerung:
    • Viele moderne PV-Anlagen bieten eine intelligente Steuerungsoption, die das Aufladen von Elektrofahrzeugen automatisch einschaltet, wenn genügend Solarenergie produziert wird.
    • Dadurch kann die Abhängigkeit vom teuren Netzstrom minimiert und die Nutzung des selbst erzeugten Stroms maximiert werden.
  5. Wartung und Lebensdauer des Systems:
    • PV-Paneele erfordern nur minimale Wartung, doch sollten gelegentliche Inspektionen und die Reinigung der Paneele in Betracht gezogen werden, um die maximale Effizienz zu erhalten.
    • Die Lebensdauer der Paneele beträgt in der Regel etwa 25 Jahre, was eine langfristige Nutzung des Systems ermöglicht. Die Batterien können jedoch eine kürzere Lebensdauer haben und müssen möglicherweise nach 10-15 Jahren ausgetauscht werden.

Möchten Sie in Deutschland ein Elektroauto fahren und nicht für das Aufladen bezahlen? Die Realität ist etwas komplizierter.

Die Vorstellung, ein Elektroauto kostenlos aufzuladen, ist verlockend, aber in der heutigen Realität nur bedingt realisierbar. Das britische Unternehmen Octopus Energy hat ein Programm eingeführt, das es den Besitzern von Elektroautos in bestimmten Ländern (z. B. im Vereinigten Königreich und teilweise in Deutschland) ermöglicht , kostenlos zu laden und im Gegenzug überschüssige Energie an das Stromnetz zurückzugeben. Dies geschieht durch die Vehicle-to-Grid (V2G) Technologie.

Um für ein solches Programm in Frage zu kommen, muss ein Fahrer mehrere Bedingungen erfüllen:

  • er muss ein kompatibles Elektrofahrzeug besitzen (z. B. Nissan Leaf oder Mitsubishi Outlander PHEV),
  • ein zugelassenes V2G-Ladegerät verwenden,
  • einen intelligenten Stromzähler und einen Vertrag mit einem bestimmten Energieversorger haben.

  • Im Gegensatz zu anderen EU-Ländern ist Deutschland bei der Entwicklung von Smart-Grid-Technologien weiter fortgeschritten, und obwohl sich Projekte wie V2G noch in der Pilotphase befinden, können wir davon ausgehen, dass sie in den kommenden Jahren weiter verbreitet sein werden.

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